27.01.2012, Medienmitteilung: kinderfreundliche Stadt - neuer Erfolg für die Sozialdemokratische Partei Rapperswil-Jona
Im letzten Jahr erhielt die Stadt Uznach mit Erwin Camenisch (SP) an der Spitze das UNICEF-Label für eine kinderfreundliche Stadt*. Die Sozialdemokratische Partei Rapperswil-Jona hielt dies für eine gute Idee und verfasste eine entsprechende Eingabe via Stadtforum.
Nicht einmal einen Monat nach der SP-Eingabe hat der Stadtrat von Rapperswil-Jona erste Unterlagen** der UNICEF zugestellt.
Die Stadt hat bereits verschiedene
Labels, sie ist Energie-Stadt und Herz-Stadt und nun hat sie sich
dazu aufgerafft genügend Energie aufzubringen, um ein Herz für
Kinder zu haben.
Gerade Kinder und Jugendliche, und vor allem
Kinder und Jugendliche von Alleinerziehenden kommen immer mehr unter
Druck. Kantonsräte aller bürgerlicher Parteien beschliessen
Investitionsstopps und verhindern damit sinnvolle Investitionen, auch
in der Ausbildung. Und sie gefährden damit auch Arbeitsplätze der
Eltern.
Das Sparprogramm - das eigentlich nur dazu führt, dass Kosten auf untere Ebenen verlagert werden, letztlich auf den Einzelnen - trifft neben Betagten auch Jugendliche und Kinder hart.
Hier will die Sozialdemokratische Partei Rapperswil-Jona ein Zeichen setzen.
Die UNICEF Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» (KFG) hat zum Ziel, die Umsetzung der Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene zu unterstützen. Kinderfreundlichkeit zeigt sich unter anderem darin, wie Kinderrechte in Politik und Gesellschaft (zB. Familienergänzende Betreuung, Kinder- und Jugendschutz) umgesetzt werden.
Das ist ein Zeichen für eine Politik, die nicht nur aus geschaffenen Sparzwängen resultiert sondern auch Positives bewirken kann. Eine solche Politik schafft Perspektiven und zerstört sie nicht.
Die Sozialdemokratische Partei
Rapperswil-Jona dankt dem Stadtrat dass er so schnell reagiert und
das Anliegen aufgenommen hat. Denn auch Kinder und Jugendliche
brauchen Unterstützung und die Gewissheit, dass man sie ernst nimmt.
*http://www.unicef.ch/de/kampagnen/initiativen/kinderfreundlichegemeinde/
http://www.admin.ch/ch/d/sr/i1/0.107.de.pdf
**Info: Die Stadt hat erst die Unterlagen für das Self - Assessment eingereicht, normalerweise muss danach noch der ganze Prozess durchlaufen werden. Dieser könnte durchaus mehr als ein Jahr benötigen, je nach den bereits gemachten Vorarbeiten.
27.01.2012 Kommentar
von Hanspeter Raetzo
Im
letzten Jahr erhielt die Stadt Uznach mit dem Erwin Camenisch (SP) an
der Spitze das UNICEF-Label für eine kinderfreundliche Stadt*. Wir
hielten das für eine gute Idee und verfassten eine entsprechende
Eingabe via Stadtforum.
Heute
nun hat die Stadt Rapperswil-Jona via Medienmitteilung folgende
Stellungnahme veröffentlicht: "Im Regierungsprogramm des Stadtrats
2009-2012 ist bei der Gesundheitsförderung definiert, dass
Rapperswil-Jona
eine bewegungsfreundliche Stadt ist. Eines der Ressortziele in diesem
Zusammenhang ist der Erhalt des Labels der UNICEF."
In der von der Stadt genannten Stelle im Regierungsprogramm steht: "Das Programm KIG (Kinder im
Gleichgewicht) zur Förderung des gesunden Körpergewichts bei Kindern und Jugendlichen wird weitergeführt." Das ist alles.
Kein Bezug auf eine kinderfreundliche Stadt, kein Bezug auf UNICEF.
Natürlich ist es der Stadt unbenommen, zu schreiben was sie will. Auch dann, wenn es nicht stichhaltig ist.
Die
Stadt schreibt weiter: "In Zusammenarbeit mit den betroffenen
Abteilungen ist eine Bestandesaufnahme vorgenommen und die umfangreichen
Unterlagen sind Mitte Januar 2012 der UNICEF zum Self-Assessment
zugestellt worden."
Das ist nett von der Stadt. Nach der Eingabe der SP brauchte sie weniger als einen Monat, um die Unterlagen einzureichen.
Das
Regierungsprogramm umfasst den Zeitraum ab 2009 - 2012 und von 2009 bis
2011 hat es die Stadt nicht geschafft, die Unterlagen bereit zu
stellen. Obwohl das Ziel ja angeblich seit 2009 angestrebt wird. Nach
der SP-Eingabe klappte es praktisch sofort.
Eigentlich macht es
nichts, wenn die Stadt nun behauptet, dass sie es Label der UNICEF
wollte, auch wenn die Fakten dagegen sprechen.
Die Stadt ist
bereits Energie-Stadt, sie ist bereits Herz-Stadt und nun hat sie sich
dazu aufgerafft genügend Energie aufzubringen, um ein Herz für Kinder zu
haben.
Auch wenn die Stadt es anders sieht, dass die Stadt jetzt wenigstens die Unterlagen eingereicht hat, ist ein Erfolg für die SP.
Gerade
Kinder und Jugendliche und vor allem Kinder und Jugendliche
Alleinerziehender kommen immer mehr unter Druck. Kantonsräte aller
bürgerlicher Parteien beschliessen Investitionsstops und verhindern
damit sinnvolle Investionen auch in der Ausbildung. Und sie gefährden
damit auch Arbeitsplätze der
Eltern. Das Sparprogramm - das
eigentlich nur dazu führt, dass Kosten auf untere Ebenen verlagert
werden - trifft auch Jugendliche und Kinder.
Aus diesem Gesichtspunkt ist die Bewerbung um das UNICEF-Label zu begrüssen. Immerhin setzt es
Mindeststandards
fest die einzuhalten sind. Damit sind die durch die bürgerliche
Finanzpolitik geschaffenen Zwänge nicht beseitigt.
Dafür braucht es eine andere, unsere, Politik.
Die
UNICEF hat das Ziel, "die Umsetzung der Kinderrechtskonvention auf
kommunaler Ebene zu unterstützen." Die Kinderrechtskonvention der UN
wurde von der Schweiz ratifiziert.
Natürlich
darf die Stadt Ernten, was wir gesäht haben. Erst Erwin Camenisch (SP)
in Uznach, dann die Sozialdemokratische Partei Rapperswil-Jona hier.
Und
natürlich werde ich mit der Stadt nicht darüber streiten, ob nun Stadt
oder SP der Idee zum Durchbruch verhalfen. Das bringt nichts.
Hauptsache,
der Idee wird zum Durchbruch verholfen. Und Hauptsache, die Stadt hat
sich endlich bewegt. Und wenn die Stadt die Lorbeeren will, soll sie
sich damit bekränzen.
27.01.2012 hanspeter raetzo


